Aufgrund des definierten Arbeitszeitprofils errechnet sich die Sollarbeitszeit des Mitarbeiters für einen Monat.
Legen Sie als erstes fest, wie viele Stunden der Mitarbeiter an normalen Arbeitstagen arbeitet, z.B. 8 Stunden bei einer 40 Stunden Woche mit 5 Arbeitstagen.
Dann definieren Sie die Ausnahmen, z.B. 0 Stunden an Samstagen und Sonntagen, 0 Stunden an Feiertagen, 4 Stunden am 24.12. und 31.12.
Bei der Ermittlung der Sollarbeitszeit wird nach einem bestimmten Schema vorgegangen. Folgende Tabelle zeigt die möglichen Einträge in einem Arbeitszeitenprofil in der Reihenfolge derer Priorität (höchste Priorität ganz oben).
Wurde ein konkretes Datum angegeben? | Wurde der Eintrag als Feiertag gekennzeichnet? | Wurde ein konkreter Wochentag gewählt? |
Ja | Ja | Ja |
Ja | Ja | Nein |
Ja | Nein | Ja |
Ja | Nein | Nein |
Nein | Ja | Ja |
Nein | Ja | Nein |
Nein | Nein | Ja |
Nein | Nein | Nein |
Schema zu Ermittlung der Sollarbeitszeit
Beispielsweise würde der Eintrag
Datum | Feiertag | Wochentag | Stunden |
|
bedeuten, dass am 24.12.2015 nur 4 Stunden gearbeitet werden.
Der Eintrag
Datum | Feiertag | Wochentag | Stunden |
|
würde bedeuten, dass an Feiertagen nicht gearbeitet wird.
Der Eintrag
Datum | Feiertag | Wochentag | Stunden |
|
bedeutet, dass an einem normalen Tag 8 Stunden gearbeitet wird.
Gemäß dem oben gezeigten Schema hat der erste Eintrag (Datum 24.12.15; Feiertag Nein; Wochentag Nein; 4 Stunden) aufgrund der Tatsache, dass dort konkret ein Datum angegeben wurde, höhere Priorität als der zweite und dritte Eintrag.
Dem zweiten Eintrag (Datum 00.00.00; Feiertag Ja; Wochentag Nein; 0 Stunden) kommt durch die Kennzeichnung als Feiertag eine höhere Priorität zu als dem dritten Eintrag.
Der dritte Eintrag (Datum 00.00.00; Feiertag Nein; Wochentag Nein; 8 Stunden) hat nach dem oben gezeigten Schema die niedrigste Priorität, da hier weder ein Datum noch ein Wochentag angegeben bzw. der Eintrag nicht als Feiertag gekennzeichnet wurde.
Nach dem oben gezeigten Schema werden alle Tage eines Monats analysiert und die ermittelten Arbeitszeiten zur Sollarbeitszeit aufaddiert.
Beispiel zur Ermittlung einer Sollarbeitszeit:
An dieser Stelle soll an einem Beispiel die Ermittlung der Sollarbeitszeit für einen Mitarbeiter für den Monat Januar 2015 aufgezeigt werden.
Für das Arbeitszeitprofil wurden folgende Einträge vorgenommen:
Datum | Feiertag | Wochentag | Stunden |
- | Ja | - | |
- | - | Samstag | |
- | - | Sonntag | |
- | - | - | 8 |
Der 01.01.2015 und der 06.01.2015 wurden im Feiertagskalender in den Systemparametern als Feiertage gekennzeichnet. Aus dem oben dargestellten Arbeitszeitprofil ergibt sich die Sollarbeitszeit für den Januar 2015 wie folgt:
Tage gesamt | 31 |
- Feiertage | 2 |
- Samstage | 5 |
- Sonntage | 4 |
= Soll-Arbeitstage | 20 |
Es ergeben sich also für den Mitarbeiter gemäß dem angegebenen Arbeitszeitprofil 20 Sollarbeitstage mit insgesamt 160 Soll-Stunden bei einer Tagessollarbeitszeit von 8 Stunden.